Andreas Altmann wurde Ende der 40er Jahre in dem bekannten Wallfahrtsort Altötting als drittes Kind des größten ortsansässigen Devotionalienhändlers geboren. Seine Mutter hatte sich nach zwei Jungen sehnlichst ein Mädchen gewünscht.
Das Schicksal will es, dass er von der Hebamme gerettet wird. Schon bald, als heranwachsendes Kind, erfährt er in seinem Elternhaus nichts Gutes. Von der, durch seinen Vater unterdrückten und geschändeten Mutter, wird er lieblos allein gelassen. Der unter den Kriegsneurosen leidende Vater schlägt und demütigt ihn. Seine Kinderseele ist den kranken Elter schutzlos ausgeliefert. Einzig und allein ein Bruder seines Vaters nimmt sich ab zu Andreas an. Hinter einer Fassade von miefiger Provinzbigotterie, Frömmigkeit und Falschheit werden alle körperlichen und seelischen Brutalitäten, unter dem Deckmantel der damals oft herrschenden Erziehungsform, von Mitwissern geduldet und totgeschwiegen.
Als erwachsener junger Mann sucht er in verschiedenen Therapien Hilfe. Sein Weg führ ihn auch in einen Ashram nach Indien. Von dieser Reise berichtet er in einem seiner Bücher.
Herr Altmann, der gerade durch seine Reisereportagen bekannt wurde, hat mit seinem biografischen Roman auf 254 Seiten ein Dokument kindlicher Misshandlung durch einen tyrannischen, vom Kriege seelisch verstümmelten Vater und einer gedemütigten und vom Leben verstümmelten Mutter geschrieben.
Mit dem Titel „Das Scheißleben…" hat Herr Altmann ins Schwarze getroffen. Denn das Leben nach einem Weltkrieg ist nun mal für alle ein „Scheißleben“.